

Archive for November, 2008
Männer sind Kinder, die nicht mehr weinen dürfen
Author: admin
http://www.youtube.com/watch?v=5G6gYd2aGqA
Wiesbaden (literatur-news) - „Der Unterschied zwischen den beiden Geschlechtern liegt darin, dass wenig Männer Geschichte machen, aber sehr viele Frauen Geschichten“, sagte Georges Feydeau. „Ein Mann kann anziehen, was er will – er bleibt doch nur ein Accessoire der Frau“, glaubte Coco Chanel. „Es gibt Frauen, die Darwin falsch verstanden haben: Sie machen aus jedem Mann einen Affen“, meinte Carola Höhn. „Männer muss man so nehmen, wie sie sind, aber man darf sie nicht so lassen“, riet Zsa Zsa Gabor. „Männer sind Kinder, die nicht mehr weinen dürfen“, spottete der Autor Ernst Probst.
Solche Zitate sind in dem Taschenbuch „Weisheiten und Torheiten über Männer“ (16 Euro) von Doris Probst nachzulesen. Doris Probst ist Herausgeberin einer Buchreihe mit Aphorismen über das Alter, die Arbeit, die Ehe, Frauen, Fußball, Kinder, die Liebe, Männer, die Medien und Mütter. Von ihr stammt auch das Taschenbuch „Adlerschrei und Zitronenfalter“ mit Gedichten berühmter Schriftsteller über Tiere in Wort und Bild. Das Buch ist nur beim “Buch-Shop Mainz” unter der Internetadresse http://www.buch-shop-mainz.de erhältlich.
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Weitere Kostproben:
Der Mann ist ein Wesen,
das sich selbst aus dem Weg geht,
um sein Verdrängtes
lieber an einer Frau auszulassen.
Carola Pietsch
Der Mann ist nur
in gewissen Augenblicken Mann;
Die Frau ist
ihr ganzes Leben lang Frau.
Jean-Jacques Rousseau
Der Name Mann soll daher rühren,
dass er, wenn sein Weib ihn
mit ihrem scharfen Mundwerk
aus dem Haus getrieben hatte,
fluchend umherzugehen
und zu schwören pflegte,
er sei Mann im Haus.
Noch heutigentags
fällt es manchen
aus dem Geschlechte Mann schwer,
sich ihren Frauen gegenüber
zu behaupten.
Martin Andersen-Nexo
Des Mannes ist hier wenig:
Darum vermännlichen sich ihre Weiber.
Denn nur wer Mannes genug ist,
wird im Weibe das Weib – erlösen.
Friedrich Nietzsche
Die Frau ist ein Wesen,
das auf der Suche nach sich selbst
immer nur ihren Mann
kennen lernt.
Elmar Kupke
Die Frau will,
dass der Mann ein Kind bleibt,
aber dass er aussieht
wie ein Mann.
Henry de Montherlant
Eine Frau wird geboren
und weiß sofort über die Männer Bescheid;
darum heiratet sie schnell,
um alles noch einmal in Ruhe zu erleben …
Elmar Kupke
Eine Freundin sagte mir,
dass Männer vom Mars
und Frauen von der Venus kommen.
Und warum leben wir dann auf der Erde?
Damaris Wieser
Ein Mann
ist nicht immer bequem.
Johann Wolfgang von Goethe
Ein Mann ohne Frau
hat ein Haus ohne Herrin,
eine Frau ohne Mann
einen Körper ohne Herrn.
Chinesisches Sprichwort
Ein Mann
schließt von einer Frau auf alle,
eine Frau von allen Männern
auf einen.
Unbekannt
Ein Mann wird nicht für zwei gezählt,
weil er fett,
und nicht für halb,
weil er mager ist.
Sprichwort aus Afrika
Gewisse Männer
sind für gewisse Frauen
wie nasses Holz –
schwer entflammbar.
Siegfried Rieger
Gute Frauen sind besser
als gute Männer,
böse Frauen sind böser
als böse Männer.
Marcel Achard
Ich liebe die Männer nicht,
weil es Männer sind,
sondern weil es keine Frauen sind.
Christine von Schweden
In moralischer Beziehung
ist der Mann öfter und länger Mann,
als die Frau Frau ist.
Honoré de Balzac
Man soll Männer so nehmen,
wie sie sind,
und die Frauen,
wie sie sein möchten.
Frank Wedekind
Ohne die Frau
könnte der Mann nicht Mann heißen,
ohne Mann könnte die Frau
nicht Frau genannt werden.
Hildegard von Bingen
Wenn du irgendwo bist, wo kein Mann ist,
dann sei du der Mann!
Sprichwort aus Arabien
Wenn ein Mann ein Mann ist,
kann man es nicht aus ihm herausprügeln.
Mark Twain
read comments (0)„m-cast“ richtet sich an alle Klassik-Fans
Author: admin
Hamburg (literatur-news) - Mit Beginn der Jubiläumsspielzeit der Laeiszhalle Hamburg startet das Konzerthaus in Zusammenarbeit mit dem Silberfuchs-Verlag das Internet-Projekt „m-cast“. Unter www.laeiszhalle.de stehen erstmals Musikbeispiele und Interviews mit Künstlern der m-Konzerte zum Abruf bereit.
Die „m-Casts“ orientieren sich am Podcasting-Prinzip, Internet-Nutzer können sich so vor dem Konzert über die jeweiligen Musiker, Konzertprogramme und Werke multimedial und anschaulich informieren.
Die Laeiszhalle feiert in der Saison 2007/2008 ihren 100. Geburtstag. Das ist ein idealer Anlass, um mit neuen Projekten und kreativen Ideen
auf die vielfältigen Angebote in dem traditionsreichen Haus neugierig zu machen.
„m-cast“ richtet sich an alle Klassik-Fans und solche, die es werden wollen. Das Stammpublikum der m-konzerte erfährt Aktuelles über die Künstler und Programme. Klassik-Neulinge können sich von der persönlichen Begeisterung der Künstler anstecken lassen und einen sehr emotionalen, persönlichen Zugang zur Musik finden. So kann das verbreitete Vorurteil widerlegt werden, klassische Musik wäre allzu „schwierig“ oder „intellektuell“. Insbesondere junge Erwachsene und Jugendliche, die das Internet bevorzugt als Informationsquelle nutzen, können so animiert werden, sich in die bislang unvertraute Umgebung eines „klassischen“ Konzertsaales zu wagen. Das Projekt „m-Cast“, wird durch den KörberFonds „ZukunftsMusik“ in der Stiftung Elbphilharmonie ermöglicht.
Die Interviews werden von der ARD-Kulturjournalistin Corinna Hesse vom Silberfuchs-Verlag geführt und von einem Redaktionsteam der Laeiszhalle Hamburg ediert. Unter dem Motto „hören – erleben – entdecken“ produziert der 2005 von den Rundfunkautorinnen und Musikwissenschaftlerinnen Corinna Hesse und Antje Hinz gegründete, in Kayhude und Hamburg ansässige Silberfuchs-Verlag in Kooperation mit Konzertveranstaltern und Festivals Hörbücher, Hörstationen und Audio-Podcasts. Die Hörbuch-Reihe zu den Länderschwerpunkten des Schleswig-Holstein Musik Festivals und zu den Jubiläen der Städtepartnerschaften Hamburgs ist auf große Resonanz bei Presse und Publikum gestoßen.
Die Silberfuchs-Länderreihe wurde für den Deutschen Hörbuchpreis 2007 nominiert, der Verlag 2007 mit dem BDO-Gründerpreis der IHK und HWK Lübeck ausgezeichnet. Bislang erschienen sind klingende Kulturgeschichten über Japan, China, Niederlande, Russland und Ungarn sowie die Hörbiografien Mozart – Leben in der Musik und Königinnen oder Die 7 Rätsel des Dieterich B. über Dieterich Buxtehude und die Kulturstadt Lübeck.
2008 folgen Hörbücher über Johannes Brahms, Frankreich, Israel und das Heilge Land, die Türkei, Deutschland und die Hanse.
Hörproben und weitere Informationen unter: www.silberfuchs-verlag.de
Weisheiten und Torheiten über Männer
Author: admin
Video “Herbert Grönemeyer Männer” von Youtube
Wiesbaden (literatur-news) – „Alt ist ein Mann dann, wenn er an einer Frau vor allem ihre Tugend bewundert“, meinte Sascha Guitry. „Eine Frau, die wirklich verliebt ist, blickt auch dann zu ihrem Mann auf, wenn er kleiner ist“, tröstete Sophia Loren. „Männer wollen alles ausprobieren, bevor sie es haben. Frauen wollen alles haben, damit sie es ausprobieren können“, erkannte Harold Pinter.
Nachzulesen sind diese Zitate in dem Buch „Weisheiten und Torheiten über Männer“ (16 Euro) von Doris Probst aus dem Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim. Sie ist Herausgeberin einer Buchreihe mit Aphorismen über das Alter, die Arbeit, die Ehe, Frauen, Fußball, Kinder, die Liebe, Männer, die Medien und Mütter. Von ihr stammt auch das Buch „Adlerschrei und Zitronenfalter“ mit Gedichten berühmter Schriftsteller über Tiere in Wort und Bild.
Weitere Kostproben: „Es ist für einen Mann beunruhigend, wenn man anfängt, auf Frauen beruhigend zu wirken“, sinnierte Jean Gabin. „Männer sind Kinder, die nicht mehr weinen dürfen“, spottete der Autor Ernst Probst. „Der Unterschied zwischen den beiden Geschlechtern liegt darin, dass wenig Männer Geschichte machen, aber sehr viele Frauen Geschichten“, erklärte Georges Feydeau.
„Ein Mann kann anziehen, was er will – er bleibt doch nur ein Accessoire der Frau“, glaubte Coco Chanel. „Es gibt Frauen, die Darwin falsch verstanden haben: Sie machen aus jedem Mann einen Affen“, meinte Carola Höhn. „Männer muss man so nehmen, wie sie sind, aber man darf sie nicht so lassen“, riet Zsa Zsa Gabor.
Bestellungen des Taschenbuches „Weisheiten und Torheiten über Frauen“ nur bei:
www.buch-shop-mainz.de
Tapfere Frauen aus dem Wilden Westen
Author: admin
Leseproben aus der CD-ROM “Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM” von Ernst Probst:
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Calamity Jane: Die Scharfschützin aus dem Wilden Westen
Eine der berühmtesten Scharfschützinnen des Wilden Westens war Martha Jane Canarry (1852–1903), genannt Calamity Jane – zu deutsch: „Katastrophen-Jane“. Laut Legende erhielt sie ihren Spitznamen, weil über jeden Mann der sie beleidigte, eine Katastrophe hereingebrochen sei. Auf den ersten Blick hielt man diese Frau, die als Schützin, Reiterin und Kundschafterin einen gewissen Ruf genoss, für einen Mann. Denn sie war gekleidet wie die Cowboys, oft auf Pferden unterwegs sowie mit Lasso und Winchester-Karabiner bewaffnet.
Martha Jane Canarry wurde am 1. Mai 1852 als ältestes von sechs Kindern einer gläubigen Pioniersfamilie in Princeton (Missouri) geboren. Um 1863 zog sie mit ihrer Familie westwärts und wuchs in Goldgräberstädten des Wilden Westens auf. 1865 kam sie nach Virginia City (Montana), 1869 nach Cheyenne (Wyoming) und Abilene (Kansas).
Schon im Kindesalter musste Martha Jane kräftig mit anpacken und lernte den Umgang mit Pferden und Gewehren. 1866 starb ihre Mutter in Black Foot (Montana) und 1867 ihr Vater. Fortan hatte sie für sich selbst aufzukommen. In der Folgezeit zog sie allein mit Pferd und Waffe durch die Prärien von Wyoming, Dakota und Montana.
Die junge Frau verdiente ihren Unterhalt durch Gelegenheitsarbeiten und wurde wegen ihres Alkoholkonsums, ihrer männlichen Garderobe und ihres Tabakkauens zur Kuriosität. Zeitweise verlegte sie Eisenbahnschienen für die „Northern Pacific Railrod“, führte Siedlertrecks durch den Wilden Westen, diente als Kundschafterin für die Armee und transportierte die Post zwischen Custer in Montana und Deadwood in South Dakota.
Laut Legende war Martha Jane Canarry in den Stadtmarshal von Abilene, James Butler Hickok (1837–1876), genannt „Wild Bill Hickok“, unsterblich verliebt. Jener führte ein abenteuerliches Leben und hatte offenbar wegen einer Angstneurose einen Killerinstinkt: Wenn er fühlte, dass eine Gefahr heraufzog, zog er schnell und sicher seine Pistole und schoss.
Der Ruhm von „Wild Bill Hickok“ beruhte auf einer großen Lüge. Angeblich hatte er am 12. Juli 1861 in der Postkutschenstation Rock Creek (Nebraska) ganz allein zehn Mörder und Pferdediebe erledigt. Diese erfundene Geschichte unter der Überschrift „Wild Bill“ stand 1867 in der Februarausgabe von „Harper’s Magazine“. Knapp 15 Jahre nach der Tat enthüllte ein Abgeordneter aus Nebraska bei der Unabhängigkeitsfeier am 4. Juli 1876 die Wahrheit über diesen Vorfall, den man später völlig übertrieben als „Kampf von Rock Creek“ und „McCanles Fight“ darstellte.
Hickok erschoss in Wirklichkeit drei unbewaffnete Männer aus einem Hinterhalt. Seine Opfer waren der Farmer David McCanles und dessen zwei Begleiter. McCanles hatte die Postkutschenstation an die „Overland Stage Company“ verpachtet und wollte die längst überfällige Miete kassieren. Offenbar hatte der Posthalter Horace Wellmann das Geld unterschlagen und sein damaliger Stallbursche Hickok den lästigen Mahner erschossen. Erst 1927 erfuhr man die ganze Wahrheit im „Nebraska History Magazine“.
1869 wurde Hickok als Kurierreiter der Kavallerie bei einer Mission zwischen Fort Lyon und Wallace von Cheyenne-Indianern überfallen, wobei ihn eine Lanze in der Hüfte verwundete und er deswegen wochenlang im Lazarett liegen musste. Nach seiner Genesung arbeitete er als Sheriff von Ellis County, zu der die unruhige Grenzstadt Hays City gehörte. Als er unter fragwürdigen Umständen zwei Männer erschoss, wählte man ihn ab.
Im April 1871 wurde „Wild Bill Hickok“ Stadtmarshal von Abilene, das seit 1868 erster Verladebahnhof und Umschlagplatz für die aus dem Süden herangetriebenen Rinderherden auf ihrem Weg zu den Schlachthöfen des Nordens war. Der als mehrfacher Killer bekannte Hickok machte den Saloon „Alamo“ zu seinem Amtssitz und sorgte in Abilene für Recht und Ordnung. Im Oktober 1871 erschoss er bei einer Auseinandersetzung, die man später phantasievoll „The Texas Street Battle“ nannte, den Saloonwirt Phil Coe und versehentlich seinen eigenen Hilfssheriff Mike Williams.
In den 1870-er Jahren arbeitete Martha Jane Canarry in Männerkleidung zeitweise in Wyoming als Scout (Kundschafter) für die United States Cavalry (Kavallerie) unter General George Crook (1828–1890). Der Offizier führte viele Feldzüge gegen die Indianer und lernte dabei, seine tapferen Gegner zu achten.
Im Mai 1876 heiratete der 40-jährige und am grünen Star leidende „Wild Bill Hickok“ in Cheyenne die 50 Jahre alte Zirkus-Prinzipalin Agnes Lake Thatcher (1826–1907). Sie hatte sich schon 1871 in Abilene während eines Gastspiels für Hickok interessiert und war gerade von einer erfolgreichen Europatournee zurückgekehrt. Das Paar verbrachte seine Flitterwochen in Cincinnati.
Danach ging Hickok allein nach Deadwood in South Dakota, wo er vermutlich Calamity Jane kennen lernte, die laut Legende seine Kameradin, wenn nicht sogar seine Geliebte oder sogar seine Frau, war. Von Hickok soll angeblich Janes Tochter Janey stammen.
„Wild Bill Hickok“ starb am Nachmittag des 2. August 1876 beim Pokerspiel mit drei alten Freunden in Nuttall & Mann’s No. 10 Saloon in der Goldgräber-Town Deadwood: Ein 25-Jähriger namens Jack McCall (1851–1877) schoss ihn von hinten in den Kopf. Die Kartenkombination, die Hickok aus der Hand fiel – Pik-As, Kreuz-As, zwei schwarze Achter und Karo-Bube – hieß fortan „dead mans’ hand“. McCall wurde am 1. März 1877 wegen dieser Bluttat hingerichtet.
Ein Jahr nach dem Tod von „Wild Bill Hickok“ grassierte 1878 in Deadwood eine Pockenepidemie, während der Calamity Jane – aus heute nicht mehr eruierbaren Gründen – zur Heldin geworden sein soll. In Deadwood befindet sich auch das Grab von „Wild Bill Hickok“, vor dem sich Calamity Jane fotografieren ließ. Als Heroine und Schönheit kam sie in einem Groschenheft über den fiktiven Detektiv Deadwood Dick zu Ehren.
Im August 1885 heiratete Calamity Jane in El Paso (Texas) den Kutschenfahrer Clinton Burk. Am 28. Oktober 1887 brachte sie die Tochter Janey zur Welt. Ihr Ehegatte verließ sie bald wieder, aber sie behielt seinen Namen. Dann gab Mrs. Burk ein kurzes Gastspiel bei Buffalo Bills Wild-West-Show, wo man sie wegen ständiger Trunkenheit feuerte, und zog danach mit der „Palace Museum Show“ durch das Land. Mit Hilfe eines weiblichen Ghostwriters brachte sie ihre vor Erfindungen strotzenden Memoiren „Life and Adventures of Calamity Jane“ (1895) zu Papier.
Als Mrs. Burk wegen Trunkenheit und schlechten Benehmens auch bei der „Palace Museum Show“ ihren Job verlor, vagabundierte sie durch den Westen und verkaufte selbst ihre Memoiren. Manchmal sah man sie in einem Bordell, wo sie ihre Liebesdienste anbot, oder trinkend und fluchend in Saloons. Gar nicht selten wurde sie mit Schimpf und Schande aus einer Stadt gejagt.
Am 2. August 1903 starb Calamity Jane im Alter von 51 Jahren in einem Hotelzimmer in Terry bei Deadwood. Wie „Wild Bill Hickok“ wurde auch sie in Deadwood begraben. Ihre Tochter Janey erhielt erst Jahre nach dem Tod der Mutter deren während der Wanderschaft geschriebene Briefe. In zahlreichen Wild-West-Filmen ist Jane als Nebenfigur zu sehen, in dem Streifen „Calamity Jane“ (1953) mit Doris Day steht sie im Mittelpunkt der Handlung.
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Annie Oakley: Die Meisterschützin des Wilden Westens
Eine der besten Schützen des Wilden Westens war eine Frau: nämlich Annie Oakley (1860–1926), geborene Phoebe Ann Moses, die später den Familiennamen in Mozee abänderte. Bereits als Neunjährige ging sie auf die Kaninchen- und Wachteljagd. Mit 16 war sie schon eine solch tüchtige Jägerin, dass sie mit den Erlösen ihrer Wildbeute die Hypotheken der Familienfarm abzahlen konnte. Später verdiente sie durch Auftritte als Kunstschützin ihren Lebensunterhalt.
Phoebe Ann Moses wurde am 13. August 1860 als fünfte Tochter des Quäker-Ehepaares Jacob und Susan Moses auf einer Farm in Darke County (Ohio) geboren. Nachdem ihr Vater 1866 an Lungenentzündung starb, half Annie ihrer Familie bei Arbeiten im Haushalt und in der Landwirtschaft sowie beim Fallenstellen.
Als 19-Jährige besiegte Phoebe Ann Moses bei einem Schießwettbewerb im Coliseum-Theater von Cincinnati den Jahrmarkts-Kunstschützen Frank Butler (1839–1926). Ein Jahr später – 1880 – heiratete sie den viel älteren Butler.
Butler brachte Annie das Lesen bei und ging mit ihr als „Butler and Oakley“ auf Tournee. Das Pseudonym Oakley ist von dem Namen eines Vororts von Cincinnati abgeleitet. Butler trat bald nicht mehr an der Seite von Annie als Kunstschütze auf, da diese die bessere Schützin war und das größere Showtalent besaß, und fungierte nur noch als ihr Manager.
1885 schlossen sich Frank Butler und Annie Oakley der Wild-West-Show des ehemaligen Bisonjägers Buffalo Bill (1846–1917) an, die durch die USA und Kanada reiste. Mitwirkender der Show war damals der Häuptling der Hunkpapa-Sioux, Sitting Bull (um 1831–1890), der am 25. Juni 1876 zusammen mit dem Häuptling der Ogalala-Sioux, Crazy Horse (um 1840–1877), die Schlacht gegen General George Armstrong Custer (1839–1876) am Little Bighorn River gewonnen hatte.
Sitting Bull – indianischer Name: Tatanka Yotanka – wurde ein Freund von Annie, sein Stamm adoptierte die Kunstschützin sogar. Der Häuptling verschenkte fast sein ganzes Honorar an zerlumpte, hungrige Kinder, denen er bei den Tourneen begegnete. Zu Annie Oakley sagte er einmal, er könne nicht verstehen, wie der weiße Mann so gedankenlos mit seinen eigenen Armen umgehe. „Der weiße Mann weiß, wie man alles macht, aber er weiß nicht, wie man es verteilt“, meinte der Indianer.
Während der 16 Jahre, in denen die Kunstschützin Annie Oakley eine der Hauptattraktionen der Wild-West-Show von Buffalo Bill war, ist keiner ihrer zahlreichen Auftritte missglückt. Ihre Schießkunststücke waren unglaublich: Mit einem einzigen Schuss konnte sie aus 30 Fuß Entfernung – umgerechnet etwa zehn Meter – eine Spielkarte spalten, eine in die Luft geworfene Zehn-Cent-Münze oder Spielkarte treffen oder eine Zigarette aus den Lippen ihres Mannes schießen.
1887 trat Annie Oakley bei einer Europatournee vor der britischen Königin Viktoria (1819–1901) auf. Bei der zweiten Europatournee der Wild-West-Show Buffalo Bills empfing 1889 Papst Leo XIII. (1810–1903) in Rom die Showleute, unter denen sich auch Annie Oakley befand. Im Jahr darauf – 1890 – ließ sich während eines Auftritts in Berlin der deutsche Kronprinz Wilhelm (1882–1951) von Annie Oakley eine Zigarette aus dem Mund schießen.
Nach einem Zugunglück im Jahre 1901 wurde Annie Oakley schwer verletzt, vorübergehend gelähmt und konnte einige Zeit nicht als Kunstschützin auftreten. Doch sie erholte sich von dem Unfall wieder und zeigte einige Jahre weiterhin verblüffende Schießkunststücke. Seit 1922 war sie nach einem Autounfall ans Bett gefesselt und schrieb ihre Erinnerungen.
Am 3. November 1926 starb Annie Oakley im Alter von 66 Jahren in Pinehurst (North Carolina). In dem Film „Annie Oakley“ (1936) wurde die Meisterschützin von der amerikanischen Schauspielerin Barbara Stanwyck (1907–1990) dargestellt, in „Buffalo Bill and the Indians“ (1976) von Geraldine Chaplin. Annie Oakley war auch die Titelheldin des Musicals „Annie Get Your Gun“ (1946) von Irving Berlin (1888–1989)
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Adah Isaacs Menken: Der Showstar aus dem Wilden Westen
Einer der größten Stars in der Showzeit des Wilden Westens war die amerikanische Schauspielerin und Dichterin Adah Isaacs Menken (1835–1868), geborene Dolores Adios Fuertos. Ihr Gastspiel in Virginia City von 1863 geriet zum Höhepunkt der Theatergeschichte des amerikanischen Westens. Durch das Spektakel vergaß man zeitweise sogar den „Amerikanischen Bürgerkrieg“ (1861–1865) und den Goldrausch in Montana, dem Virginia City seine Entstehung verdankte.
Dolores Adios Fuertos wurde am 15. Juni 1835 vermutlich als Tochter des „freien“ Schwarzen Auguste Theodore und einer französischen Kreolin in Chartrain (heute Milneburg), einer Vorstadt von New Orleans (Lousiana), geboren. Anderen Angaben zufolge soll ihr Vater ein Indianer gewesen sein. Als ihr Geburtsort werden auch New York, Havanna und ein halbes Dutzend andere Plätze genannt.
Der Vater starb früh 1837, als Dolores erst zwei Jahre alt war. Danach heiratete ihre mittellose Mutter einen Mann namens Joseph, von dem sie zwei weitere Kinder bekam, bevor er 1853 starb. Im selben Jahr feierten Dolores und ihre Schwester Josephine ihr Debüt als Tänzerinnen im „French Opera House“ in New Orleans. Nach einer erfolgreichen Tour mit ihrer Schwester besuchte Dolores eine Privatschule und lernte Französisch, Deutsch, Spanisch und Hebräisch. 1856 erschien ihr erster Gedichtband „Memories“ unter dem Pseudonym „Indigena“.
Mit 22 Jahren heiratete Dolores Adios Fuertes am 3. April 1856 in Galveston (Texas) den Sohn einer prominenten jüdischen Familie aus Cincinnati, Alexander Isaac Menken, der ein Orchester leitete. Von da ab trug sie den Künstlernamen „Adah Isaacs Menken“. Sie trat zum jüdischen Glauben über, behielt diesen ihr Leben lang, schlief mit einer hebräischen Bibel unter dem Kissen und trat nie am höchsten jüdischen Feiertag, Jom Kippur, auf.
Adahs Mann wünschte sich ein Heim und eine Familie, doch sie war an diesen Dingen nicht interessiert, liebte die Bühne, kehrte dorthin zurück und machte ihren Gatten zu ihrem Manager. Die junge Künstlerin genoss die Schmeicheleien des Publikums und die Verehrung junger Männer, die ihr prächtige Rosensträuße schenkten. Ihr Gatte unterdrückte seine Eifersucht, so lange er konnte, aber als Adah darauf beharrte, in der Öffentlichkeit Zigaretten zu rauchen, was damals als sehr unschicklich galt, wurde es ihm zuviel: Er verließ Adah, und diese zog fortan weiter von Stadt zu Stadt.
1857 trat Adah Isaacs Menken im Theater von Shreveport (Louisiana) in dem Stück „The Lady of Lyons“ auf und debütierte noch im selben Jahr in New Orleans in dem Stück „Fazio“. Bereits damals hatte sie Freude daran, Verse zu schmieden. Zwischen 1857 und 1859 erschienen mehrere ihrer Gedichte in der Gazette „Cincinnati Israelite“ sowie 1860/1861 in „New York Sunday Mercury“.
Im März 1859 stand Adad in New York in dem Stück „The Soldier’s Daughter“ auf der Bühne. Dort begegnete sie dem amerikanischen Boxchampion John C. Heanan (1826–1865), der nach seinem kalifornischen Geburtsort als „Benicia Boy“ bezeichnet wurde. Adah war von dem großen und kräftigen Sportler fasziniert und heiratete ihn noch 1859. Doch bereits nach einem Monat waren die Flitterwochen vorbei: Heanan schlug Adah täglich, und sie trennte sich von ihm.
Vor ihrer zweiten Ehe mit Heanan hatte Ada es versäumt, sich von ihrem ersten Mann Alexander Isaac Menken scheiden zu lassen. Deswegen wurde sie von Klatschbasen als Bigamistin beschimpft. Menken hörte davon, benahm sich wie ein Gentleman und ließ sich von Adah scheiden. Der Sohn aus der Verbindung Adahs mit Heanan starb schon bei der Geburt.
Adahs zweiter Ehemann John C. Heanan boxte am 17. April 1860 in Farnborough (Großbritannien) im „Kampf des Jahrhunderts“ gegen den „Champion of England“, Tom Sayers (1826–1865). Als Heanan nach zwei Stunden und 20 Minuten in der 42. Runde zu gewinnen schien, stürmten Zuschauer den Ring und forderten, dass der Kampf unentschieden gewertet werden sollte. Sowohl Großbritannien als auch die USA reklamierten danach den Weltmeister für sich.
Im Juni 1861 sah man Adah in Albany im US-Bundesstaat New York erstmals in der vulgären Bühnenversion des Versepos „Mazeppa“ des britischen Dichters Lord Byron (1788–1824). Das Besondere an ihrem Auftritt: Sie spielte eine Szene, die sonst auf der Bühne nur durch eine Attrappe dargestellt wurde. Adah galoppierte rücklings auf ein Pferd gebunden, umweht von einem Nacktheit vortäuschenden Schleiergewand, durch eine Kulissen-Berglandschaft. 1862 schloss sie ihre dritte Ehe mit dem Journalisten Robert Henry Newell (1836–1901).
Mit dem Stück „Mazeppa, or The Wild Horse of Tartary“ trat Adah Isaacs Menken auch in New York auf, wo sich die Begeisterung des verwöhnten Publikums allerdings in Grenzen hielt. In San Francisco (Kalifornien) dagegen, wo sie am 24. August 1863 erstmals diese Rolle im „Maguire’s Opera House“ verkörperte, feierte Adah wahre Triumphe. Dort applaudierten ihr mit Diamanten geschmückte Damen und vornehm gewandete Herren.
Bei der ungewöhnlichen Rittszene brüllten 1863 auch in Virginia City in der allabendlichen Vorstellung die männlichen Zuschauer wie am Spieß. Die örtliche Feuerwehr spielte Adah zu Ehren muntere Ständchen, Goldsucher schenkten ihr einen Goldbarren im Wert von 2000 US-Dollar und Anteilscheine an einer Mine, und man benannte sogar eine Straße nach ihr.
Adah Isaacs Menken förderte ihre Karriere durch allerlei Legenden. Sie gab sich als frühere Geliebte oder zumindest als Adoptivtochter von Sam Houston (1803–1863) aus. Dieser war der Anführer der Texaner im Kampf gegen die Mexikaner und später der erste Präsident der unabhängigen Republik Texas sowie nach dem Anschluss von Texas an die USA Gouverneur von Texas. Außerdem erfand Adah eine Gefangenschaft bei wilden Indianern, aus der sie angeblich von „Texas Rangers“ gerettet wurde.
Adahs Ruhm reichte bald bis nach London, wo sie 1864 im „Astley’s Theatre“ in dem Stück „Mazeppa“ auftrat. In der britischen Hauptstadt erhielt sie pro Auftritt 500 Pfund, die höchste Gage, die bis dahin jemals für eine Schauspielerin bezahlt wurde. Die Schriftsteller Charles Dickens (1812–1870) und Algernon Swinburne (1837–1909) sowie der Maler Dante Gabriel Rosetti (1828–1882) gehörten zu ihrem Freundeskreis. Nach der Scheidung ihrer Ehe mit Newell kehrte Adah 1865 in die USA zurück.
Vierter Ehemann wurde ein Mann namens James Barkley (gest. 1878), über den wenig bekannt ist. Ihn verließ Adah bereits nach drei Tagen und kehrte nach Europa zurück. Sie begeisterte das Publikum in Paris und Wien und 1867 auch wieder in London. In Paris brachte sie einen Sohn zur Welt, den sie Louis Dudevant Victor Emanuel Barkley nannte. Im Mai 1868 gab sie ihre letzte Vorstellung im „Sadler’s Wells Theatre“ in London.
Am 10. August 1868 starb Adah Isaacs Menken im Alter von nur 33 Jahren in Paris an Tuberkulose. Sie wurde auf dem jüdischen Teil des Friedhofs von Montparnasse begraben. Acht Tage nach ihrem Tod erschien in London ihre Gedichtsammlung „Infelicia“, die Charles Dickens gewidmet ist, der einer ihrer vielen Liebhaber war.
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Bestellungen der CD-ROM “Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM” bei:
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"Literatur-TV.com": Filme über Bücher und Menschen
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Wiesbaden (literatur-news) - An kultivierte Menschen, die sich für Bücher interessieren, wendet sich der Internetfernsehsender “Literatur-TV.com”. Dieser Web-TV-Sender zeigt unter der Adresse http://literatur-tv.com - kostenlos für die Zuschauer/innen - sehenswerte Filmbeiträge über Bücher und Menschen aus der Literaturwelt. Zum Angebot gehören auch aktuelle Informationen über Veranstaltungen und Messen. Verlage können bei “Literatur-TV.com” ihre Autoren/innen und deren Werke filmisch vorstellen lassen. Zum Zielpublikum des Internet-TV-Senders zählen Leser, Autoren, Buchhandel und Presse. Besucher/innen der Webseite “Literatur-TV.com” dürfen Vorschläge über Wunschthemen unterbreiten und können einen Newsletter abonnieren.
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